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Ganzheitliche Aufstellungen

Nächste Termine & Themen:

21. Juni, 9.30 Uhr (!) Treffpunkt U3 Endstation Simmering, Thema: Wandel
29. Juni, 18.30 Uhr (Ort steht noch nicht fest), Thema: Männlich/Weiblich

Aufstellungen sind eine wunderbare Möglichkeit Ungleichgewichte auszugleichen & dadurch entspannter in Fluss zu kommen. Klarheit, Integration und bewusste Verbundenheit führen häufig zu einer Erweiterung der Perspektive und des Handlungs-Spiel-Raumes.

Ganzheitlich, weil ich die hilfreichen Erkenntnisse aus Aufstellungen (“alles gehört dazu”) in die Form der Aufstellung integrieren möchte. Das heißt unter anderem, dass alle Impulse wahrgenommen und möglichst angenommen werden – von wem und wie sie auch kommen. Die Leitungsfunktion verändert sich entsprechend in eine Koordinationsfunktion (“Raumöffnung”).

Kontakt: Michael Nußbaumer (Psychodramaleiter)

michael.briefkasten@gmail.com

Tel.: 0650 9234561

Du kannst dich in eine Mailing-Liste aufnehmen lassen und erfährst dann jeweils rechzeitig Termin(e) und Ort.

Zugang zu Aufstellungen:

Das Schöne am Aufstellen ist für mich das Erweiternde. Ich kann in verschiedene Rollen schlüpfen, kann die Verbundenheit wahrnehmen, kann innere und äußere Ebenen gleichwertig behandeln.

Diese weitere und erweiternde Perspektive hilft belastende und einengende Situationen zu öffnen („Lösungen“ für die ProtagonistIn) und sie kann allen Beteiligten helfen ihre eigene Ich-Identifikation aufzulockern.

Ich denke, dass eine Aufstellung unsere Wahrnehmung auf etwas lenkt, dass immer da ist. Das „unerklärliche“, „magische“ an Aufstellungen ist das unerklärlich-magische des Lebens, das ungetrennt fließt. Aus dieser Sichtweise lässt sich für mich „Aufstellungsarbeit“ (Aufstellungsspiel!) aus dem therapeutisch(-esoterischen) abgesteckten Rahmen heben. Es hat seine Qualität, wenn ein langjährig ausgebildeter Mensch das Ganze dirigiert. Und es hat seine Qualität, wenn eine Gruppe von Menschen ihrer inneren Weisheit vertraut, die in Aufstellungen besonders schön zu Tage treten darf und spielerisch damit umgeht.

Ich finde es hilfreich, sich vorher gemeinsam einzustimmen, damit die Impulse aus einer Tiefe hochsteigen können. Dann genügt es, meiner Erfahrung nach, den Impulsen zu lauschen, sie zu erspüren, sie zu äußern – und jeder Impuls ist hier gleichwertig! Alles gehört dazu – das ist ja die Weisheit der Aufstellungsarbeit (und des Lebens :-) .

Ein weiterer schöner Nebeneffekt – ich übe bei einer Aufstellung Impulsen zu lauschen, Empfindungen wahrzunehmen und sie auszudrücken, weil ich sie als hilfreiche Information für das Gleichgewicht des Systems ansehe. Diese Haltung ist auch in der großen Aufstellung „Leben“ hilfreich – ich kann meinen Impulsen folgen (je „tiefer“ diese sind, im Sinne von „Antworten statt Reagieren“, umso reibungsloser und freudvoller), ohne sie allzu persönlich zu nehmen. Ich brauche mich mit meiner Rolle / Position in einem System nicht gänzlich zu identifizieren. Dann fallen Eigeninteresse und Gruppeninteresse zusammen.

Ich bin immer wieder auf (äußere und innere) Bedenken gestoßen, bei meinem Impuls, Aufstellungsspiele zu initiieren. Ich vertraue mittlerweile der Selbstverantwortung jedes Menschen. Bei einer Aufstellung zeigt sich das, was bereit zur Sichtbarwerdung ist und von den Betroffenen annehmbar ist. Ein Rahmen, in dem Selbstverantwortung betont wird, wahrt meiner Einschätzung nach diese Grenzen besonders gut.

Die Leitungsposition ist nach den Bedürfnissen der Situation gestaltbar. Die eigentliche Leitung liegt jeweils bei der Person, die einen Impuls verspürt, der zum Ausdruck drängt. Es ist möglich eine/n Aufstellungsleiter/in auszuwählen, es ist möglich die eigene Aufstellung selbst anzuleiten, es ist möglich, die Aufstelllung sich selbst anleiten zu lassen. All das steht uns offen. Neben Aufstellungen können wir verwandte Methoden (Innere Dialoge nach außen bringen; playback-Theater-Formen; etc.) erproben.

Integrativ und lernreich empfinde ich Abschlussrunden, aus den Rollen heraus und dann in Bezugsetzung zur eigenen Alltagspersönlichkeit. Das fügt dem Wahrgenommenen eine Reflexionsebene hinzu.

In der Vorbereitung empfinde ich eine Ankommensrunde (wie bin ich da, was tut sich bei mir) und eine Meditation als Einstimmung hilfreich. Daraus ergibt sich meist bereits wer mit welchem Thema aufstellen möchte.